Games: Die Flops des Jahres 2012

Von Christian Liebert am 03.01.2013 - 17:19 Uhr

Um mit einem vergangenen Jahr richtig abschließen zu können, sollte man sich bekanntlich nicht nur an die Höhepunkte, sondern vor allem auch an die Tiefschläge erinnern. Welche MMOs uns 2012 besonders begeistert haben, berichteten wir euch bereits in unserem großen Jahresrückblick. Jetzt wird es aber Zeit, den Teppich anzuheben und alles hervorzuholen, was heimlich in den letzten zwölf Monaten darunter gekehrt wurde. Nun, wir als Redaktion brauchen glücklicherweise kein schlechtes Gewissen haben. Allerdings wollen wir der Industrie doch gerne behilflich sein und helfen, in Zukunft bessere Games auf den Markt zu bringen. Daher zeigen wir euch jetzt, welche Onlinespiele uns im Jahr 2012 vor allem negativ aufgefallen, teilweise sogar restlos gefloppt, sind. Vorweg müssen wir aber dennoch zugeben, dass es deutlich weniger sind als in den Jahren zuvor. Trotzdem erfüllten nicht alle Spiele ihre Erwartung und wir haben die interessantesten für euch herausgepickt.

TERA – Großer Beutel mit wenig Inhalt

Dass Grafik alleine nicht alles ist, musste Betreiber Frogster / Gameforge leider schmerzlich mit ihrem bisher umfangreichsten Produkt TERA feststellen. Nachdem der Berliner Betreiber von Onlinespielen, welcher mittlerweile komplett in die Karlsruher Gameforge eingegliedert wurde, vorwiegend für kostenlose MMORPGs bekannt war, versuchte man sich 2010 (Release 2012) an einem ersten Pay-2-Play-Konzept. Eingekauft wurde dafür TERA Online, ein Online-Rollenspiel der koreanischen Bluehole Studios, welches vor allem durch die verwendete Unreal 3-Engine grafisch locker mit jedem neuen Singleplayer-Titel mithalten kann. Das groß als AAA-MMORPG angekündigte Spiel versprach die üblichen Innovationen und wollte natürlich der neue Messias der Branche werden. Allerdings zeigte sich schnell, dass eine tolle Optik nicht über inhaltliche Mängel hinwegtäuschen kann. Obwohl das actionreiche Hack'n-Slash-Gameplay recht peppig von der Hand geht, überzeugt der Rest des Spiels eher mäßig. Lieblose Quests in einer noch liebloser gefüllten Welt. Keine vertonten Dialoge und eine Handlung wie sie unspektakulärer kaum sein kann.

TERA hätte klasse sein können, aber leider kann tolle Grafik alleine nicht überzeugen.

Wo die Grafik hübsch, frisch und modern daherkommt, ist der Rest irgendwo zu Beginn von World of Warcraft stehen geblieben. Wäre alles nur halb so wild, wenn man dafür nicht jeden Monat die übliche Gebühr von um die 13 Euro bezahlen müsste. Dies sehen wohl nicht gerade wenige Spieler so, was zu gähnender Leere auf den Servern von TERA führte. Aufgrund dessen wurden dann einfach alle Realms in Europa zusammengepackt, was nun bedeutet, dass Spieler, die zum Beispiel des Englischen nicht so mächtig sind, auf einem deutschen Server heimisch wurden, nun mit eben jenen Mitspielern umgehen müssen, die sie gar nicht verstehen und dafür auch noch jeden Monat bezahlen müssen. Da kann man schon fast die Tage zählen, bis TERA auf ein Free-2-Play-Modell umgestellt wird, wie es derzeit in Japan und Korea der Fall ist.

Seite 1: TERA – Großer Beutel mit wenig Inhalt
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Seite 3: Family Guy Online – Es kann nicht immer klappen
Seite 4: Star Trek: Infinite Space – Schneller weg, als man gucken kann
Seite 5: Fazit – Kein schlechtes Jahr 2012

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