Games: Die wichtigsten MMOs 2012

Von Christian Liebert am 31.12.2012 - 12:52 Uhr

Das Jahr 2012 klingt aus und wir haben den Weltuntergang überlebt. Nun können wir aufatmen und uns wieder auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren. Zum Beispiel darauf, welche Onlinespiele uns in den letzten zwölf Monaten am meisten bewegt haben. Nicht gerade wenige Top-Titel sind dieses Jahr erschienen: Guild Wars 2, The Secret World, TERA, World of Warcraft: Mists of Pandaria und noch viele mehr. Einige davon erfüllten ihre Erwartungen, andere schmolzen dahin wie Butter in der Sonne. Unsere Redaktion hat sie alle gespielt, bewertet, verspottet oder verehrt. Was hat uns beeindruckt, was enttäuscht? Auf den folgenden Seiten zeigen wir euch, welche MMORPGs uns 2012 besonders, egal ob im Guten oder im Bösen, im Gedächtnis geblieben sind.

World of Warcraft – In Azeroth nichts Neues? (Christian Liebert)

Ich mag Pandas! So und nicht anders kann man meine Vorfreude auf die neue World of Warcraft Erweiterung Mists of Pandaria beschreiben. Für mich waren die niedlichen Kampfbären, die mitnichten bei DreamWorks Kung Fu Panda abgepaust sind, der Grund überhaupt, mich auf das neue Add-on zu freuen. Zugegeben, mit dem asiatischen Setting an sich muss ich mich erst noch anfreunden, aber Spaß am Spiel habe ich trotzdem. Ein kleines Grinsen konnte ich mir natürlich nicht verkneifen, als bekannt wurde, dass World of Warcraft erneut die Zehn-Millionen-Spieler-Marke geknackt hat. Immerhin haben die üblichen Verdächtigen mal wieder den Tod von Blizzards Altmeister prophezeit. Der Messias hieß dieses Mal Guild Wars 2, ist grundlegend ein gutes Online-Rollenspiel, hat aber dennoch seine Mängel. Da ist es immer interessant, die Stimmen der Community zu beobachten, die von anfangs noch euphorischen „Bei diesem Spiel ist alles besser“ bis hin zu „WoW hatte zu Beginn auch Probleme!“ Not-Ausreden wandern. Aber halt, ich will nicht auf Guild Wars 2 rumhacken, denn so schlecht ist ArenaNets Meisterwerk eigentlich gar nicht. Es ist nur eben schön zu sehen, dass World of Warcraft auch das Jahr 2012 wieder für sich entscheiden konnte.

World of Warcraft konnte mit der neuen Erweiterung Mists of Pandaria auch im Jahr 2012 wieder den MMO-Thron besteigen.

Die Frage ist nur, wie lange das so noch gehen kann und vor allem soll. Vergleicht man den Wirbel um Mists of Pandaria zum Beispiel mit dem um Wrath of the Lich-King oder Burning Cursade, stellt man fest, dass die Wellen bei Weitem nicht mehr so hoch peitschen wie noch vor einigen Jahren. WoW zu spielen ist grauer Alltag geworden. Das Besondere, der Reiz des Neuen, ist nicht mehr da. Man hat einfach alles irgendwie schon mal gemacht. Egal ob Quests, Raids oder Dungeons. Es fühlt sich immer aufgewärmt an. Immerhin die Haustierkämpfe, die bestens an Pokémon erinnern, bringen etwas frischen Wind in den trockenen Sommernachmittag. Doch eine Frage stellt sich unablässig: Steht der Herbst für dieses MMOs kurz bevor? Man kann den Entwicklern keinen Vorwurf machen. World of Warcraft hat die besten Jahre einfach hinter sich und den Zenit weit überschritten. Die Zeit ist reif für etwas Neues, doch ein neuer MMO-König muss erst mal gefunden werden. Bisher hat dieser Bulldozer alle Angriffe auf seinen Thron zerschmettert. Alleine dieser Tatsache gebührt eine gewaltige Portion Respekt und macht WoW für mich auch erneut zum Onlinespiel des Jahres.

 

Seite 1: World of Warcraft – In Azeroth nichts Neues?
Seite 2: Star Wars: The Old Republic – Tod und Wiedergeburt
Seite 3: RIFT: Storm Legion – Mein Online-Rollenspiel 2012
Seite 4: Guild Wars 2 – Am Ende noch mein MMO des Jahres
Seite 5: The War Z – Zwischen Himmel und Hölle
Seite 6: World of Tanks: Erfolgsträger des Jahres 2012
Seite 7: The Secret World – Verkanntes Genie?

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